Archive for the ‘Blogbeitr’ Category

Smart und ethisch korrekt?

Montag, November 19th, 2012

Es ist eine Binsenweisheit, dass internetfähige Handys unser zukünftiges Kommunikationsverhalten immer stärker dominieren werden und damit auch konkrete Auswirkungen auf bislang fest etablierte menschliche Kaufmechanismen haben. Welche spezifischen Einflüsse die intensive Nutzung von Smartphones insbesondere für den Mobile Commerce hat und wie sich dieser Trend fortsetzen wird verdeutlicht die “Go-Smart-Studie-2012″ von TNS Infratest in Zusammenarbeit mit dem Trendbüro.

In diesem Zusammenhang stellen die Meinungsforscher im Auftrag von Google und der Otto Group acht Thesen für unseren mobilen Konsum von morgen auf:

1. mobile Commerce wird kommen! – Heute haben elf Prozent der Deutschen ein Smartphone – in zwei Jahren wird fast jeder vierte Deutsche eines nutzen und die Handelslandschaft prägen.

2.  E=M-Commerce – Die Kunden von morgen erwarten das gleiche Leistungsspektrum, egal ob vom stationären Rechner oder mobil.

3. Auffindbarkeit, Information und Social Media –  Wer online relevant bleiben will, muss auffindbar sein und zukünftig auch in Sozialen Netzwerken präsent sein, weil die Nutzer dort ganz selbstverständlich interagieren.

4. Always-In-Touch – Intensivnutzer mit permanenten Zugang fordern mobile Angebote, die sie auf Wunsch kontinuierlich aufndem Laufenden halten.

5. Konvergenz in einem Gerät – Smartphones bündeln zahlreiche Funktionen in einem Gerät und ermöglichen medial integrierte MCommerce-Erlebnisse.

6. Anpassung an Endgeräte – Inhalte müssen für die Nutzung auf dem Smartphone hinsichtlich Übertragungsraten und Darstellung an die kleineren Displays angepasst werden.

7. Wettbewerbsvorteil durch Geo-Locating – Die hohe Mobilität von Smartphone-Nutzern schafft neue Möglichkeiten für lokale Anbieter.

8. Mehrwerte generieren durch Echtzeit – Kurze Reaktionszeiten und Augmented Reality bieten große Vorteile für alle Handelspartner.

Welche Konsequenz dieser Trend auf den Anspruch nach ethischem Konsum haben wird ist noch unklar, allerdings ist gewiss, dass wir uns dieser Entwicklung nicht mehr verschließen können. Alle Details und Erkenntnisse aus dieser Studie finden Sie unter http://www.ottogroup.com/media/docs/de/studien/go_smart.pdf

Was macht Papier so nachhaltig?

Sonntag, September 9th, 2012

Papier ist zu einem der wichtigsten Werkstoffe für den täglichen Bedarf geworden. Insbesondere im Kommunikationssektor und damit gerade auch auf Messen sind Erzeugnisse der grafischen Industrie als Träger für Werbebotschaften sogar im Zeitalter der Online-Kommunikation nicht mehr wegzudenken. Ökologisch problematisch kann sich allerdings die Herstellung von Papier, gerade von Spezialpapieren, gestalten.

Damit Sie sich beim Einsatz von Druckerzeugnissen umweltbewusst verhalten können gibt es für Zellstoff und Papier entsprechende Qualitäts- und Umweltstandards. Um Klarheit im Dickicht dieser Umweltlabels zu schaffen hat PAPYRUS einen praktischen Leitfaden erstellt, der in diesem Zusammenhang alle aktuellen Öko-Zertifizierungen verständlich erklärt. Der Steckbrief Umwelt ist zu beziehen unter

www.papyrus.com/de/steckbriefe

Nachhaltigkeitsberichte sind nicht immer Fast Food

Mittwoch, Juli 4th, 2012

McDonald’s zeigt mit seinem Corporate Responsibility Report 2011, wie soziales Engagement zielgruppenadäquat und überzeugend dokumentiert werden kann.  

Die Schwerpunkte seiner Nachhaltigkeits-Strategie konzentrieren sich primär auf hohe Produktqualität durch Sicherung der Supply Chain, auf aktiven Umweltschutz durch Verpackungs-Recycling und Ressourcen-Effizienz sowie die Reduzierung der CO²-Emissionen im Sinne von Energieeinsparung und intelligenter Logistik. Weitere Aktionsfelder sind Employer Branding zur nachhaltigen Stärkung der Attraktivität als Arbeitgeber, vielfältiges soziales Engagement sowie eine umfassende, kontinuierliche CR-Kommunikation mit allen potenziellen Stakeholdern. 

Umfangreiche CR-Kennzahlen vermitteln interessante Einblicke in den aktuellen Stand des Nachhaltigkeits-Prozesses der weltweit größten Fast-Food-Kette. Eine Roadmap gibt abschließend auch einen Ausblick auf die mittelfristigen CR-Ziele. Alle Angaben im Bericht beziehen sich auf sämtliche Restaurants und Verwaltungsgebäude der McDonald’s Deutschland Inc. im Kalenderjahr 2011. 

Weitere Details unter http://www.mcdonalds.de/files/pdf1/McDonalds_CR-Report_2011.pdf

Guidelines für Green Events

Montag, Juni 25th, 2012

Bei jedem neuen Projekt stellt sich immer wieder die gleiche Frage: Wo setze ich idealerweise an, meinen eigenen Messeauftritt oder ein Event nachhaltig positiv zu beeinflussen? Im Rahmen der Analyse verschiedener Einflussfaktoren haben sich folgende Handlungsfelder für die Gestaltung nachhaltiger Events herauskristallisiert: Abfallmanagement, Energie- und Wassereinsatz, Mobilität bzw. Transporte, Einkaufsrichtlinien/Supply Chain, Unterkunft, Veranstaltungs-Location, Messebau und Kommunikation. In Abhängigkeit von der unternehmensspezifischen Sustainability-Strategie und individuell definierten Nachhaltigkeits-Zielen können beim Festlegen der eigenen CSR-Kriterien für das anstehende Event online verfügbare Guidelines für Green Events eine praktische Hilfestellung geben. Alle Kriterien sollten typischerweise spezifisch und messbar (SMART) formuliert werden, damit eine objektive Überprüfung im Anschluss an die Veranstaltung möglich ist.   

Anregungen für Nachhaltigkeits-Guidelines finden sich u.a. hier:

http://liveearth.org/docs/greenguidelines.pdf http://www.gccec.com.au/Green%20Event%20Guide%20with%20artwork%20-%20new%20(2)%20-%2030-05-11%20(2)%20large%20EarthCheck%20logo%20(2).pdf

Nachhaltig und erfolgreich Wirtschaften ist möglich

Montag, Juni 11th, 2012

Zu diesem vielversprechenden Ergebnis kommt die NeW-Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Zur Messung der Nachhaltigkeitsleistung deutscher Unternehmen wurde eine neuartige Methodik angewandt. Der Sustainable-Value-Ansatz berechnet die individuelle Ressourceneffizienz auf Basis des Mitteleinsatzes im Vergleich zu definierten Branchen-Benchmarks.    

In der vorliegenden Studie wurde die Nachhaltigkeitsperformance von 28 deutschen Unternehmen in Euro berechnet. Grundlage dafür waren öffentlich verfügbare Daten, die in zehn ökonomische, ökologische und soziale Indikatoren eingeflossen sind. Durch Transparenz und Vergleichbarkeit entstand somit ein praxisorientierter Ansatz, den Einsatz ökologischer und sozialer Ressourcen zu bewerten und zu steuern. 

Summa summarum erwirtschaftete im Untersuchungsjahr 2004 das Unternehmen BMW einen Sustainable Value von 8,2 Mio. € und mit einem Faktor von 5 zu 1 das beste Ertrags-Kosten-Verhältnis (EKV) von allen untersuchten Konzernen. Gleichermaßen gab es im Rahmen dieser Studie aber auch Unternehmen mit einer klaren negativen Nachhaltigkeitsbilanz. 

Die Kurzfassung der Studie ist verfügbar unter: http://www.new-projekt.de/downloads/newstudiekurzfassung.pdf

Werteorientierung als Lebensmotto

Mittwoch, Mai 9th, 2012

Es ist sicher noch ein langer Weg, nachhaltige Lebensstile zur gängigen Praxis zu machen. Wichtige Grundvoraussetzung ist allerdings, dass jeder Einzelne sich stärker der sozialen, ökonomischen und ökologischen Konsequenzen seiner täglichen Entscheidungen und Handlungsweisen bewusst wird. Sämtliche Nachhaltigkeitsinitiativen können auch nur dann erfolgreich sein, wenn sie gleichermaßen motivieren als auch Verhaltensänderung bei unterschiedlichen Gruppen anstoßen. 

Das Potenzial für nachhaltige Lebensweisen ist immer noch enorm hoch. Fehleinschätzungen wie “ein nachhaltiger Lebensstil ist teuer” oder “ein nachhaltiger Lebensstil verringert die Lebensqualität” sind nach wie vor weit verbreitet. Initiativen für eine nachhaltige Lebensweise können jedoch vielfältige positive Auswirkungen generieren: nicht nur Energie- oder Ressourceneinsparungen, sondern auch bessere soziale Beziehungen, mehr Komfort und Sicherheit, die Erhöhung der Produktivität und vieles mehr. Nachhaltige Unternehmen wirtschaften effizienter und deren Mitarbeiter leben gesünder und sind glücklicher. 

Allein die grundsätzliche Überzeugung in unserer Bevölkerung, ein nachhaltiger Lebensstil bringt mehr Vorteile als Nachteile mit sich könnte einiges bewirken. Sehr zaghaft scheint sich bereits der private Konsum in Richtung höherer Produktqualität und Produktlebensdauer zu bewegen. Wartung statt Wegwerfen ist die Zauberformel. Wenn sich diese Überzeugung auch im Messewesen durchsetzt sind wir bereits einen wichtigen Schritt vorangekommen.

Nachhaltigkeit richtig darstellen

Sonntag, Mai 6th, 2012

Wenn es darum geht, die Gesamtheit aller Nachhaltigkeits-Aktivitäten transparent zu dokumentieren bietet sich die Erstellung eines Sustainability Reports an. Zur geeigneten inhaltlichen Strukturierung und für den korrekten formalen Aufbau gibt die Global Reporting Initiative (GRI) mit den Sustainability Reporting Guidelines einen zugegebenermaßen umfangreichen aber standardisierten, hilfreichen Handlungsleitfaden. 

Konsequenterweise verfolgt die Erarbeitung eines Nachhaltigkeits-Berichtes das klare Ziel, Leistungswerte Ihres Nachhaltigkeits-Prozesses zu messen und für interne und externe Stakeholder zu dokumentieren. Objektive Leistungswerte haben immerhin den Vorteil, dass diese zum steten Abgleich mit Normen und Gesetzen (Benchmarking), zur Messung eines Veränderungsprozesses und zum direkten Vergleich mit anderen Organisationen genutzt werden können. 

Weitere Hinweise zum Global Reporting Framework finden Sie unter https://www.globalreporting.org/resourcelibrary/G3.1-Guidelines-Incl-Technical-Protocol.pdf

Nachhaltiges Verhalten macht uns glücklich

Sonntag, März 25th, 2012

Diese verblüffende These stammt aus der aktuellen Studie Sustainable Lifestyles: Today’s Facts & Tomorrow’s Trends. Der Bericht wurde im Rahmen des von der EU finanzierten Projekts SPREAD Sustainable Lifestyles 2050 erarbeitet und zeigt klar die positiven Effekte aufgrund veränderter Lebensstile hin zu wertehaltigem und verantwortungsvollem Konsum: „Menschen sparen Geld, sind gesünder, glücklicher, sozial engagierter und nutzen neue Technologien, um ihr Leben effizienter zu gestalten.“

Klar wird aber auch, dass eine massive Veränderung der Wahrnehmung die Grundvoraussetzung für nachhaltigen Erfolg ist. Jedes Individuum unserer Gesellschaft muß sich früher oder später der sozialen, ökonomischen und ökologischen Auswirkungen aller individuellen Entscheidungen und Verhaltensweisen bewusst werden. Auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Initiativen können nur dann erfolgreich sein, wenn sie einerseits motivieren und auf der anderen Seite auch langfristige Einstellungsveränderungen bewirken.

Staat und Gesellschaft können diesen Anpassungsprozess unterstützen, indem obligatorische Nachhaltigkeitsstandards nicht mit enormen Auflagen und Belastungen einhergehen und daraus nahezu unüberwindbare Barrieren resultieren. CSR Normen müssen vielmehr Ansporn liefern und für alle Betroffenen nachvollziehbar und vor allem mit überschaubarem Aufwand gut erreichbar sein. Nur auf diese Art lassen sich pauschale Vorurteile wie “ein nachhaltiger Lebensstil ist teuer” überzeugend aus der Welt schaffen.

Den ausführlichen Bericht finden Sie unter www.sustainable-lifestyles.eu/fileadmin/images/content/D1.1_Baseline_Report.pdf

Kodex für ethisches Geschäftsverhalten

Donnerstag, März 8th, 2012

Die Wirkung von ethisch korrektem Verhalten im beruflichen Umfeld wird oft unterschätzt. Falsches oder fehlerhaftes Geschäftsgebaren entscheidet in vielen Fällen über Gunst oder Mißgunst eines Kunden, ganz besonders in der interkulturellen Business-Kommunikation.

Nachhaltige Unternehmens-Compliance spiegelt sich auch im ethisch konformen Aufttreten des Messepersonals wider. Menschen sind die wichtigste Ressource auf Messen, da die menschliche Komponente das Kernelement der Live-Kommunikation darstellt.

Damit sich das Standteam beim Messeeinsatz professionell verhält und die Unternehmenswerte angemessen repräsentiert werden neben einem motivierenden Messetraining in vielen Fällen auch Richtlinien für einen Geschäftsethos definiert. Einheitlich für alle Mitarbeiter sollte darin eine Anleitung für ethisch korrektes Verhalten und Leitlinien für die wichtigsten Compliance-Themen vorgegeben werden.

Als gutes Beispiel eines Unternehmens im servicelastigen Geschäftsumfeld könnte der Starbucks-Verhaltenskodex für “Ethisches Geschäftsverhalten und Unternehmenscompliance” dienen.

http://www.starbucks.de/assets/sobc-german-2010.pdf

Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor

Freitag, Februar 10th, 2012

Die Kommunikationsagentur “die Basis” hat im Oktober und November 2011 im Auftrag von Utopia eine Umfrage unter 500 deutschen Unternehmen zum Thema “CSR und Green Marketing als Erfolgsfaktor” durchgeführt.

Erwartungsgemäß bestätigen die jetzt vorliegenden Ergebnisse die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Unternehmenskommunikation. So erwartet man von Firmen, die nachhaltig wirtschaften, daß diese robustere Ziele verfolgen, über bessere Risikomanagementstrukturen verfügen, einen geringeren Energie- und Ressourcenverbrauch zeigen und darüber hinaus kostengünstiger produzieren.

Die vorherrschende Meinung, daß nachhaltige Unternehmen mitarbeiterfreundlicher agieren und sich stark für ihr soziales Umfeld engagieren rundet das durchwegs positive Image ab.

Konsequenterweise äußern sich die spürbaren Veränderungen primär bei der Wertebildung (67%) und über Ressourceneinsparungen (60%); die Erhöhung des Bekanntheitsgrades rangiert mit 50% an dritter Stelle aller positiven Aspekte.

In der Kommunikation nachhaltiger Themen konzentrieren sich die Unternehmen derzeit bevorzugt auf klassische PR (84%) und Social Media (60%). Somit ergibt sich ein bislang noch ungenutztes Potential in allen übrigen Kommunikationskanälen wie etwa Messen und Veranstaltungen, um das Unternehmensbild nachhaltig positiv zu beeinflussen.Die ausführliche Dokumentation der Studienergebnisse finden Sie unter

http://www.utopia.de/uploads/assets/utopiaBasis.pdf