Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Nachhaltige Messeauftritte als Corporate Social Responsibility (CSR)-Beitrag für Juni, 2011.
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- 12.1.2012: Messelärm schädigt nachhaltig die Gesundheit
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Archive für Juni 2011
Nachhaltiges Veranstaltungs- management in der Praxis
26.6.2011 von admin.
In den vergangenen Tagen hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung zur 11. Jahreskonferenz ins Tempodrom nach Berlin geladen. Als Vorreiter und Ideengeber für nachhaltige Unternehmensführung sind vom Veranstalter umfassende Vorkehrungen getroffen worden, um dieses Event unter Beteiligung namhafter Referenten als nachhaltig orientierte Veranstaltung zu positionieren.
In engem Zusammenhang mit dem Kongressmotto „…und was bedeutet Nachhaltigkeit“ finden sich auch bei der dokumentierten Planung und Organisation dieser Veranstaltungen diverse gute Praxisbeispiele, wie ein Event mit minimalen Auswirkungen auf Ökologie, Ökonomie und soziale Belange erfolgreich umgesetzt werden kann. Richtlinie dafür war der überarbeitete „Leitfaden für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen“ des BMU; als Download unter www.bmu.de/produkte_und_umwelt/umweltfreundliche_beschaffung/nachhaltige_organisation_veranstaltunge/doc/36714.php
Zu den nachhaltigen Maßnahmen zählten u.a. ein Verzicht auf den Versand gedruckter Einladungen, eine Kooperation mit der Bahn und ÖNV für die umweltfreundliche Anreise von Teilnehmern, ein saisonales, fair gehandeltes Kongress-Catering aus ökologischem Anbau, Online-Tagungsdokumentation und eine besonders ökologisch orientierte Location. Weitere Details zur RNE Jahreskonferenz finden Sie unter www.nachhaltigkeitsrat.de/konferenz
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Messen nachhaltig analysiert
2.6.2011 von admin.
Messeauftritte als Ausdruck temporärer Architektur werden grundsätzlich und immer mit Emissionen und damit Belastungen für unsere Umwelt einher gehen. Gerade die CO²-Bilanz von Ausstellungen aller Art wird primär durch die Mobilität der Teilnehmer sowie Transporte in Zusammenhang mit dem Messeauftritt massiv beeinflusst, denn bis zu 90% der CO² Emissionen resultieren aus dieser Kategorie. Insofern macht es wenig Sinn, über Gebühr in die CO²-Kompensation der Messe-Infrastruktur (Messestand) zu investieren. Vielmehr sollte der Fokus darauf liegen, Besuchern und Mitarbeitern eine umweltverträgliche Anfahrt anzuraten oder Kompensationsmaßnahmen für Messe-Mobilität ins Auge zu fassen. Sehr gute Empfehlungen für klimafreundliches Reisen bzw. entsprechende Ausgleichsmaßnahmen sinnvoll zu nutzen bietet atmosfair unter https://www.atmosfair.de/klimafreundlich-reisen/wasbedeutetdas/
Wer dennoch nicht auf das Flugzeug verzichten kann findet über den atmosfair Emissionsrechner https://www.atmosfair.de/index.php?id=5/rechner/ entsprechende Kompensationsmöglichkeiten durch Umweltzertifikate. Der Emissionsrechner macht andererseits sehr deutlich, wie stark sich die einzelnen Reiseverkehrsmittel beim Ausstoß des Klimakillers CO² unterscheiden. So wirkt sich eine Flugreise fast achtmal so stark auf die Emissionen aus wie ein Fernzug. Eine sehr hilfreiche Bilanzierung von Transportkosten und die Umweltbelastung der Kategorien Bahn, Flug bzw. Pkw findet sich auf der Startseite der Bahn http://www.bahn.de/p/view/index.shtml
Trotz alledem oder gerade wegen dem Aspekt Mobilität kann eine Messe im Sinne von Nachhaltigkeit definitiv punkten. Bei keiner anderen Gelegenheit findet eine ausgewählte Zielgruppe ein so umfassendes und breit gefächertes Produktangebot. Die Messe ist ein fokussierter Marktplatz, auf dem im traditionellen Sinne Angebot und Nachfrage aufeinander treffen und Aufträge/Konditionen noch persönlich verhandelt werden können. Umfangreiche vertriebsorientierte Geschäftsreisen lassen sich somit auf ein Minimum reduzieren. In diesem Sinne unterstützen Messen also eine nachhaltige Unternehmensführung. Ein Plädoyer für Messen findet sich auch in dem Artikel aus der Expodata 1-2 2011. http://www.messe-institut.de/media/pdf/artikel_expodata_1-2_2011.pdf
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Sind Messen per se nachhaltig?
1.6.2011 von admin.
Abgesehen von der Tatsache, dass sich mehr und mehr Messeveranstalter verstärkt dem Thema Nachhaltigkeit verschreiben (ein weiteres positives Beispiel ist die IMEX 2011 in Frankfurt) stellt sich die Frage, ob die Plattform Messe als Marketinginstrument im Kommunikations-Mix dem ausstellenden Unternehmen nachhaltigen Nutzen stiftet und ökonomischen Kriterien genügt.
Ein relativ objektives Bild ergibt sich durch repräsentative Befragungen von Ausstellern, wie etwa im Herbst 2010 im Auftrag des AUMA durch TNS Emnid Mediaforschung durchgeführt. Die im AUMA Messe Trend 2011 veröffentlichten Ergebnisse belegen einmal mehr die Bedeutung von Messen für die deutsche Wirtschaft. Bei insgesamt marginalem Rückgang der Messebeteiligungen planen deutsche Unternehmen im Schnitt 8,4 Messebeteiligungen im Zweijahreszeitraum 2011/2012 nach 8,8 aktiven Messebesuchen im In- und Ausland in den Jahren 2009 und 2010. Die von 2011 bis 2012 geplanten Ausgaben für Standmiete, Standbau, Personal- und Reisekosten, Transport und Kommunikation werden durchschnittlich bei ca. 350.000€ liegen. Der messespezifische Anteil am gesamten Marketingbudget liegt weiterhin relativ konstant bei 43%.
Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Bedeutung und damit die ökonomische Komponente von Nachhaltigkeit gibt die Bewertung nach Wichtigkeit der Marketinginstrumente. Hier liegen Messen und Ausstellungen mit 84% an zweiter Stelle nach dem Standardinstrument Website (98%). Deutlich wird die Führungsposition allerdings beim praktischen Einsatz der Instrumente. Messen stehen mit 100% unangefochten an der Spitze und damit erstaunlicherweise noch vor der eigenen Firmenwebsite (97%) und dem Außendienst (81%). Bei der Einschätzung der zukünftigen Bedeutung über die kommenden fünf Jahre ergibt sich ein durchweg optimistisches Bild. Bei mehr als vier Fünftel der Unternehmen spielen Messen weiterhin eine sehr bedeutende Rolle oder gewinnen sogar an Bedeutung im Marketing-Mix.
Die komplette Auswertung der AUMA Untersuchung finden Sie unter http://www.auma.de/_pages/d/16_Download/download/Forschungsergebnisse/AUMA_MesseTrend2011.pdf
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