Archive für April 2011

Nachhaltige Werkstoffe und Komponenten für den Messebau

Innovative Bio-Werkstoffe stehen bereits jetzt für die meisten Einsatzbereiche im Messebau zur Verfügung und könnten den massiven Einsatz kunststoffbeschichteter Press-Spanplatten im Einwegverfahren sinnvoll reduzieren. Neben den ökologischen Gesichtspunkten sprechen das leichte spezifische Gewicht, die guten mechanischen Eigenschaften und vergleichbare Produktionskosten ganz klar für den Einsatz von Naturfaser-Verbundwerkstoffen. Vor allem Fasern von Flachs, Hanf, Kenaf, Sisal und Albaca werden für moderne naturfaserverstärkte Werkstoffen verwendet. Diese Fasern mit sehr hoher Festigkeit werden in ein anderes Material mit hoher Zähigkeit, der Matrix, eingebettet. Die Matrix und die eingebetteten Verstärkungsfasern bestimmen zusammen mit dem Fertigungsverfahren die Eigenschaft des Werkstoffs und seine optimalen Kennwerte. Die hohe Stabilität und eine lange Haltbarkeit der nachhaltig gefertigten Standelemente garantieren den mehrfachen Messe-Einsatz. Falls erforderlich sind die Komponenten natürlich abbaubar und recyclingfähig. Weitere Infos dazu unter http://www.naturfaserverbundwerkstoffe.de/de/greenline/technologien/naturfaser-verbund-entwicklung.php

Einen besonders nachhaltigen Ansatz für strapazierfähige Bodenbeläge verfolgt das finnische Unternehmen UPM mit ihrem preisgekrönten Verbundmaterial ProFi, welches aus den Produktionsresten selbstklebender Etiketten gefertigt wird. Dieser industrielle Abfall würde sonst verbrannt oder ungenutzt auf Mülldeponien landen. Das umweltfreundliche Verbundmaterial vereint die besten Eigenschaften von Holzfasern und Kunststoff. Aufgrund der geringen Feuchtigkeitsaufnahme sowie seiner guten Wetterbeständigkeit eignet es sich auch für Anwendungen im Freien. ProFi Floor sind sehr robuste Bodenfliesen für Veranstaltungen und Ausstellungen, die sich dank des intelligenten X-Clip-Systems schnell und mühelos verlegen und demontieren lassen. Stromkabel können unterhalb der Fliesen verlegt werden. Bei Interesse: http://www.upmprofi.com/upm/internet/upm_profi.nsf/sp2?open&cid=rawmaterialger

Lightworks Innovations Europe entwickelt innovative, hochwertige und individuelle Eventmöbel auf Altpapierbasis. Dazu werden Altpapierblöcke in Platten der gewünschten Stärke geschnitten Die Oberflächen der Platten können zur Visualisierung von Marken, Bildern oder Werbebotschaften individuell beduckt werden. Alle Oberflächen lassen sich zum Schutz vor eindringender Nässe mit Folie laminieren. Entsprechend dem Verwendungszweck und den Kundenwünschen werden die Platten anschließend mit Schlitzen versehen, die als Verbindung einzelner Platten zu einem Möbelmodul dienen. Durch ein ausgeklügeltes System können so ökologisch wertvolle Tische, Hocker, Bänke, Bar-Theken oder Counter in modularer Leichtbauweise gefertigt werden. Bezugsquellen unter http://lightworks-gmbh.com/

Welchen Nutzen bringt Nachhaltigkeit?

Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich Ende Januar 2011 eine Studie von w&v online in Zusammenarbeit mit der Bremer Beratungsgesellschaft brands & values, einer Agentur die sich auf die Erschließung von strategischen Wettbewerbsvorteilen durch nachhaltige Geschäftspraktiken spezialisiert hat.

Die Befragung von 500 Werbungtreibenden aus Unternehmen und Agenturen richtete sich ganz spezifisch auf das Thema der „Gesellschaftlichen Verantwortung von Werbungtreibenden“ und dem Nutzen, den Markenartikler aus nachhaltiger Kommunikation ziehen.

Inhalt und Form der Kommunikation sind generell entscheidend; eine ganz zentrale Bedeutung bei der Wirksamkeit nachhaltiger Markenkommunikation haben beim Konsumenten die Kriterien Relevanz, Glaubwürdigkeit, Integrität und Transparenz, so die Initiatoren der Studie. Demnach schätzen die Bedeutung von Nachhaltigkeit im Marketing aktuell 39% der Befragten als hoch oder sehr hoch ein und 70% gehen davon aus, dass diese Bedeutung in der Zukunft noch zunehmen bzw. sogar stark zunehmen wird.

In einer abschließenden Erkenntnis der Untersuchung wirkt sich nachhaltige Markenkommunikation insbesondere positiv auf die Stärkung des Markenvertrauens (60,1%), auf ein innovatives Image (55,5%), auf die Markensympathie (54,1%) sowie die Differenzierung gegenüber Wettbewerbern (49,9%) aus.

Dass sich die Mehrheit der Konsumenten bereits 2009 mit Nachhaltigkeit beschäftigten belegt eine weitere Studie „Ethical Brand Monitor“, bei sich 55% der Befragten als nachhaltigkeitsaffin bezeichneten. Dieser Konsumentenanteil dürfte sich aber bis heute weiter erhöht haben.

Das ausführliche Interview mit Christian Conrad, Managing Partner von Brands & Values und die wichtigsten Erkenntnisse dieser Studie finden Sie unter: http://www.wuv.de/nachrichten/unternehmen/w_v_studie_wie_nachhaltigkeit_der_marke_nuetzt

Der Faktor Grün

Unter dieser Headline ist in der vergangenen Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung ein interessanter Kommentar über den Boom im ökologischen Bewußtsein der Deutschen erschienen. Beflügelt durch den Fukushima-GAU orientieren sich immer mehr Menschen an nachhaltigen, sauberen Geschäftsmodellen. Nachhaltigkeit liegt mehr denn je im Trend. Denn “Ökologie bringt die Menschheit nicht um, sondern weiter. Der Kampf gegen Atomkraft und Klimawandel von heute sorgt für das Geschäft von morgen”, prognostiziert die Süddeutsche Zeitung. “Der Faktor Grün ist zum wichtigsten Teil der Wettbewerbsfähigkeit geworden: Umweltschutz als Standortvorteil. Gleichzeitig wird der Faktor Grün aber auch das Leben der Verbraucher verteuern. Und doch ist er eine feste Größe in der neuen Mitte, dort, wo viele ihr Verhalten ändern.”

In einer Studie des IMU-Instituts (Heft 1/2011) wird in diesem Zusammenhang auch auf die enormen Wachstumspotenziale der Greentech-Zukunftsfelder Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Elektromobilität eingegangen. Neben den volkswirtschaftlichen Nutzen generieren Innovationen in diesen Bereichen ganz klare ökologische Vorteile. Laut Statistischem Landesamt konnte die Energieproduktivität seit Anfang der 90er Jahre um ganze 20% gesteigert werden; bis 2020 ist sogar eine Verdoppelung der Energieproduktivität geplant. Eine wichtige Entwicklung um den allgegenwärtigen Megatrends Klimawandel und Ressourcen-Knappheit effektiv zu begegnen.

Weitere Informationen unter http://www.imu-institut.de/stuttgart/tidings/news_article.2011-02-28.3550985985/GreenTech.pdf

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