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Diversity – soziale Vielfalt nachhaltig nutzen

Dieser Eintrag stammt von admin Am 19.2.2011 @ 17:30 In Blogbeiträge | Keine Kommentare

Unter dem vielsagendem Anglizismus Diversity verbirgt sich für viele Unternehmen ein noch wenig genutztes Potenzial im Bereich der Personalentwicklung. Ganz aktuellen Bezug findet das Thema in der Veröffentlichung eines wob Index durch FidAR, eine Initiative weiblicher Führungskräfte. Dieser wob Index soll die Frauenquote in Führungspositionen von Großunternehmen widerspiegeln. Nicht ganz unerwartet liegt der Wert in Deutschland bei gerade mal 6,5% [1] http://www.fidar.de/WOB-Index.92.0.html

Unabhängig von der rein geschlechtsspezifischen Ausprägung von Diversity spielen auch noch vielfältige andere personenbezogene Merkmale bei der Team-Vielfalt eine entscheidende Rolle. Siemens beispielsweise versteht unter diesem Begriff in der Arbeitswelt die Vielfalt der Mitarbeiter in Alter und Geschlecht, in Hautfarbe und Religion sowie aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft – in Summe also alles, was jedes Individuum wirklich einzigartig macht. Die Deutsche Telekom dagegen definiert Diversity als die Einstellung gegenüber der Vielfalt unter den Mitarbeitern geprägt durch sechs Faktoren, die die Menschen quasi nicht beeinflussen können: Alter, Geschlecht, Ethnizität, sexuelle Orientierung, Befähigung und religiöse Glaubensprägung. Dazu gesellen sich noch Kultur, Sprache und Familienstand.

Der produktive Umgang mit Diversity für das Unternehmen ist als Diversity Management bekannt und bezeichnet eine Art der Unternehmensführung, bei der das Augenmerk auf die Heterogenität der Angestellten gelegt wird. Die Individualität des Einzelnen soll zum Vorteil aller, vor allem des Unternehmens, genutzt werden. Ihr wird somit ein hoher Stellenwert zugeschrieben. Ein wichtiger Gedanke beim Diversity Management ist die Integration von Minderheiten und das Herstellen von Chancengleichheit im beruflichen Umfeld, mitunter auch in Bezug auf Behinderungen und zur Vermeidung von Diskriminierungen.

Gesetzliche Regelungen dazu finden sich in §1 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Diese Norm verfolgt das Ziel „Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen“ [2] http://www.gesetze-im-internet.de/agg/

Besondere Brisanz erfährt das Thema Diversity durch die zunehmende Verknappung von Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt. Erfolgreich operierende Unternehmen sind also zukünftig noch stärker gefordert, bei der Personalsuche „kulturelles Neuland“ zu betreten. Wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration im Sinne von Diversity Management sind in diesem Zusammenhang Offenheit und Toleranz. [3] http://www.vielfalt-als-chance.de/index.php?id=10


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