Archive für Oktober 2010

Überzeugende Messe-CSR-Zertifizierung in Sicht

Unbestritten wächst der Bedarf an einer unabhängigen und branchenspezifischen Zertifizierung für Nachhaltigkeit im Messebereich. Gleichzeitig sind die vielfältigen Optimierungspotenziale in der Branche lange noch nicht ausgeschöpft. Somit kommt gerade der nachhaltigen Beratung für alle Marktteilnehmer im Messegeschäft eine besondere Bedeutung zu. Mit dem Ziel, diese Lücke zu schließen tritt Green Globe Certification auf den Plan www.greenglobe.com 

Green Globe ist das führende Nachhaltigkeitszeichen mit international anerkannten, fest etablierten Standards für die Tourismuswirtschaft. Green Globe unterstützt Unternehmen ihre soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit zu verbessern und eine unabhängige CSR-Anerkennung zu erreichen. In enger Zusammenarbeit mit dem MESSE INSTITUT wird ab Ende 2010 auch eine spezifische Nachhaltigkeits-Zertifizierung für Aussteller und alle messe-affinen Unternehmen erarbeitet.  

Der Green Globe Standard stützt sich auf derzeit knapp 250 Zertifizierungs-Kriterien. Art und Anzahl der Kriterien ist dynamisch und wird durch ein Fachgremium zweimal jährlich den aktuellen Anforderungen entsprechend überarbeitet, aktualisiert und ergänzt. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass sich der Benchmark für nachhaltige Messestände ständig verbessert. 

Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren möchten bietet der Messe Fachkongress mx28 Anfang Dezember 2010 in München eine passende Gelegenheit. Unter dem Titel „Nachhaltigkeit als natürlicher Katalysator für innovatives Messemarketing“ werden im Rahmen eines CSR-Workshops Vorteile einer Green Globe Zertifizierung ausführlich dargestellt. Infos unter http://www.messe-institut.de/programm_mx28.php.

Ist Nachhaltigkeit eine Frage des Engagements?

Gerade bei einem Messeauftritt sind Motivation und Loyalität der Standmitarbeiter wichtige Erfolgsfaktoren. Denn nur wenn ein Vertreter des ausstellenden Unternehmens überzeugend und authentisch den Mehrwert seiner Produkte und Leistungen vermitteln kann steigt auch der vertriebliche Erfolg.  Je stärker sich ein Mitarbeiter mit seinem Arbeitgeber emotional verbunden und damit innerlich verpflichtet fühlt, desto überzeugender wird auch sein individuelles Verhalten (auf der Messe) ausfallen. Einer Studie des Personalberaters Watson Wyatt Heissmann/Fiebes zufolge spielen in diesem Zusammenhang neben den rein monetären Vertragsbestandteilen sogenannte Benefits eine entscheidende Rolle für die Zufriedenheit der Belegschaft.  

Mit 77% liegen im Bereich „Personalentwicklung“ allgemeine Fort- und Weiterbildung ganz vorne in der Präferenz der Angestellten. Danach folgen spezielle Weiterbildung für den Job (74%), regelmäßige Gespräche (64%) sowie Karriere- und Laufbahnplanung (61%). Bereits mit offensichtlichem Abstand rangieren für die Mitarbeiter Job Rotation (44%) und Coaching (41%) nur noch auf den folgenden Plätzen.

Besonders interessant finden unter dem Aspekt „Work-Life-Balance“ 75% der 8500 Befragten flexible Arbeitszeiten bzw. Gleitzeit; bereits etwas abgeschlagen liegen Home-Office und Telearbeit mit 43% auf dem zweiten Platz. Bei den oft zweifelhaften „Statussymbolen“ gibt es eine klare Entscheidung zugunsten eines Firmenwagens (39%) vor dem eigenen Firmenparkplatz (35%) und privater Internet-Nutzung im Büro (33%). Firmenhandy (26%) oder Blackberry (11%) spielen hier nur noch eine untergeordnete Rolle. Auch das Alter der Begünstigten wirkt sich der Studie zufolge auf die Präferenz von Benefits aus: die Altersgruppe bis 30 wünscht sich allgemeine Weiterbildung, 31 bis 50-Jährige wählen lieber flexible Arbeitszeiten und die Altersgruppe darüber tendiert zu spezieller Fortbildung für den Job.  

Auf Basis dieser Ergebnisse lässt sich relativ zielgenau ein additionales Leistungspaket für jeden Mitarbeiter schnüren. Bei angemessenem Gehalt für eine anspruchsvolle Aufgabe mit Anerkennung in einem angenehmen Arbeitsumfeld sind gewissermaßen alle unternehmensbedingten Voraussetzungen für überdurchschnittliches Engagement im Job gegeben. Denn nur zufriedene Mitarbeiter sind auch richtig produktiv. Weitere Details dieser Untersuchung aus dem Jahr 2008 finden Sie unter http://www.watsonwyatt.com/render.asp?id=19462&catid=1 

Die aktuelle Global Workforce Study 2010 der Unternehmensberatung Towers Watson belegt, dass in Deutschland trotz Krise 67% der Mitarbeiter weiterhin hoch oder moderat motiviert sind und gleichzeitig bereit sind, mehr Verantwortung für das Unternehmen zu übernehmen. Mit diesem Ergebnis liegen deutsche Mitarbeiter noch über dem weltweiten Durchschnitt (21% hoch und 43% moderat engagiert). http://www.towerswatson.com/germany/press/1377 

Darüber hinaus belegt die Untersuchung, dass sich aktuell 50% der Belegschaft nicht mit der Option beschäftigen, das Unternehmen zu wechseln. Dieser hohe Grad an Loyalität kann lediglich durch ein ineffizientes Management negativ beeinflusst werden. „Wollen Unternehmen das Mitarbeiterengagement nachhaltig auf hohem Niveau sichern, müssen Top-Management, direkte Führungskräfte und Personalabteilungen den Dreiklang aus Verantwortung, Flexibilität und Differenzierung gezielt adressieren“, erklärt Towers Watson-Experte Michael H. Kramarsch die neue Erfolgsformel für das Zusammenwirken von Arbeitnehmern und Arbeitgebern im beruflichen Alltag.

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