Archive für September 2010

Wie viel Auto hätten Sie gerne?

Statussymbol hin oder her – irgendwann sind Spritfresser in der aktuellen energie- und umweltpolitischen Diskussion nicht mehr opportun. Im Sinne von Nachhaltigkeit sollte man sich nicht nur bei der Auswahl seines Firmenwagens sondern auch im privaten Bereich auf umweltfreundliche (soweit dieser Begriff bei Autos überhaupt legitim ist) Fabrikate fokussieren.  

Der Verkehrsclub Deutschland hat in seiner neusten VDC Auto-Umweltliste 2010/2011 www.vcd.org/vcd_auto_umweltliste.html ökologisch vertretbare Modelle in verschiedenen Kategorien gekürt. Auch wenn ein Unternehmen auf dieser Basis nicht gleich den gesamten Fuhrpark auf Smart oder Polo Blue Motion umstellen wird gibt dieses Ranking doch tendenziell gute Anregungen für zukünftige PKW-Investitionen in allen Klassen, die durch Spriteffizienz auch ökonomische Vorteile bieten.  

Da der Firmenwagen in vielen Fällen auch für den Transfer zur Messe genutzt wird generiert diese unternehmensübergreifende Entscheidung gleichermaßen positive Effekte für die Klimabilanz Ihres Messeprojektes. Verstärken ließe sich dieser Beitrag durch einen umweltbewussten Fahrstil innerhalb Ihres mobilen Messeteams (Tipps unter www.vcd.org/spritspartipps.html) oder durch ein individuelles Öko-Fahrertraining zur intelligenten Reduzierung von Kraftstoff. Eine Maßnahme, die sich im beruflichen wie auch im privaten Bereich positiv auswirkt. Anbieter für diese Eco-Trainings mit einem Einsparpotenzial von bis zu 20% bei Kraftstoff und Emissionen z.B. beim ADAC unter www1.adac.de/fahrsicherheitstraining/firmentraining/spritspartraining/  

Erste erfreuliche Anzeichen, dass deutsche Unternehmen bei der Zusammenstellung ihres Pkw-Fuhrparks jetzt verstärkt auch den Umweltaspekt als Auswahlkriterium heranziehen findet man in der Oliver-Wyman-Studie „Flottenkunden 2010“. Über 50% der 230 befragten Unternehmen haben die eigene Fuhrparkrichtlinie bezüglich ökologischer Aspekte (Verbrauchswerte und CO²-Grenzen) „verschärft“. www.automotiveit.eu/automarkt-flotennkunden-studie-oliver-wyman/news/id-0015838    

Abschließend noch drei grundsätzliche Empfehlungen des VDC für eine klimaverträgliche Teilnahme im Straßenverkehr www.vcd.org/788.html : 

·   Vermeiden − auf unnötige Fahrten und Transporte verzichten ·   Verlagern − umweltverträgliche Verkehrsmittel nutzen ·   Verbessern − sparsame Fahrzeuge wählen und effizient nutzen 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute, nachhaltige Fahrt zur Messe!

Kann Mobilität auch nachhaltig sein?

Mobilität stellt in Zusammenhang mit Messen und Veranstaltungen eine maßgebliche ökologische Komponente dar. Denken Sie nur an die kumulierten Distanzen für An- und Abreise vieler Hunderttausender Besucher einer Leitmesse. Der Veranstalter kann hier allein durch eine günstige Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln einen nicht unerheblichen Beitrag zur Reduktion von Schadstoffen leisten.  

Als Aussteller sind wir gefordert, alle ökologischen Optionen für ein möglichst klimaneutralen Messe-Mobilitätskonzept auszuschöpfen. Diese Verantwortung beginnt bereits bei der „grünen“ Projektplanung mit intelligenter Logistik, erstreckt sich über alle Versorgungsfahrten während der Messe und schließt natürlich auch die Verkehrswege der Standmitarbeiter mit ein.  

Mithilfe eines Online-CO²-Rechners http://uba.klima-aktiv.de/ kann man sich leicht ausrechnen, welches Klimagas-Aufkommen durch die Mobilität im Rahmen der Messebeteiligung generiert wird. Einen umweltfreundlichen Service bietet in diesem Zusammenhang die neue Software von Ecolibro unter www.mobileety.de Über ein paar Klicks rechnet das Tool vergleichbare Kosten und die individuelle Umweltbelastung verschiedener Transportmittel für die definierte Strecke aus. Schnell lässt sich so erkennen, welchen Öko-Beitrag man mit einer alternativen Reiseart erbringen könnte (und sollte). Bis Ende 2010 wird die Demoversion um eine Business- und eine Professionell-Variante erweitert.  

Initiativen dieser Art lassen hoffen, dass in deutschen Unternehmen umgehend ein nachhaltiger Sinneswandel in Bezug auf Mobilität stattfinden wird. Dieser Trend spiegelt sich bereits im privaten Bereich in der steigenden Akzeptanz von nachhaltigen Fortbewegungsformen in Ballungsgebieten wider. So legen laut einer aktuellen Mobilitätsumfrage vom MVG beispielsweise 68% der Münchner ihre Wege nur noch zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV zurück.http://www.mvg-mobil.de/presse/2010-09-03_mvg-pressemeldung.pdf

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